Die Frida und die Kahla müssen ja bei mir lernen, wie man sich benimmt, damit sie bald ein neues Zuhause finden. Deswegen habe ich die beiden mal mit zu Bauer Zecko in die Scheune genommen. Da habe ich ein bisschen Birnenschnaps versteckt, den können wir trinken und dann passen die beiden bestimmt besser auf und lernen viel schneller.
Als erstes habe ich den beiden gezeigt, wie „exen“ geht, weil die ja aus dem großen Canaria sind und weil die das bestimmt nicht können. Exen ist, wenn man eine Flasche einmal ins Mäulchen nimmt und dann ganz austrinkt. Ich kann das prima und ich habe denen genau gezeigt, wie das geht. Aber die Frida hat drei Mal exen müssen und die Kalah sogar fünf Mal, bis sie das richtig konnte.
Nach dem Exen sind die beiden Mädels sehr lustig geworden. Die Frida hat sich oben auf den Heuhaufen gestellt und freche Lieder gesungen. Die Kalah hat die ganze Zeit gesagt, dass sie unbedingt den Bauern Zecko kennenlernen muss, weil sie dem jetzt zeigen will, wer stärker ist. Ich habe der Kalah gesagt, dass sie das lieber nicht machen soll, weil der Bauer sie in den Hasenstall sperrt, wenn sie nicht stärker ist.
Die Kalah hat aber nicht auf mich gehört und ist nach draußen gegangen, weil sie den Bauern suchen wollte. Sie konnte aber gar nicht so richtig geradeaus gehen und ist dann aus Versehen in die Güllegrube gefallen. Da hat sie ganz laut geschrien und gestrampelt, bis der Bauer gekommen ist. Der hat gerufen, dass er sich freut, dass er endlich wieder einen Sonntagsbraten kriegt und hat die Kalah an der Pfote aus der Güllegrube gezogen und in den Hasenstall gesperrt. Die Frida und ich mussten warten, bis der Bauer weggegangen ist und dann sind wir schnell zum Hasenstall, damit wir die Kalah retten. Aber die hat ganz fest geschlafen im Hasenstall und wollte nicht mitkommen. Die Frida und ich haben sie dann an beiden Pfoten herausgezogen und nach Hause geschleppt.
Auf dem Heimweg sind die Mädels dann eingeschlafen und ich musste beide nach Hause schleppen! Aber nochmal mache ich das nicht mit dem Exen bei denen, das ist mir viel zu anstrengend!
